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UK: 2018 haben Videospiele mehr eingebracht als Musik und sämtliche audiovisuelle Medien zusammen

Nichts scheint die Industrie der Videospiele aufhalten zu können: weder Musik noch Filme, nicht einmal Serien.

Laut Zahlen der Entertainment Retailers Association (die ERA ist eine britische Organisation, die die Interessen von Unternehmen vertritt, welche Produkte aus den Bereichen Musik, audiovisuelle Medien und Videospiele verkaufen), ist der Markt der Videospiele im Jahr 2018 im Vereinigten Königreich auf 3,9 Mrd. GBP (4,3 Mrd. EUR) gestiegen. Allein die Videospielbranche soll 51,3% des Umsatzes der von ERA vertretenen Sektoren (7,5 Milliarden GBP) erzielen.

Es überrascht nicht wirklich, dass laut der Statistiken entmaterialisierte Spiele inzwischen mehr als 80% des Umsatzes von Videospielen darstellen. Für das vergangene Jahr ging dies mit einer Umsatzsteigerung von 12,5% einher. FIFA 19, Red Dead Redemption 2 und Call of Duty: Black Ops 4 haben in Grossbritannien jeweils mehr als eine Million physische Exemplare verkauft.

Kim Bayley, Executive Director bei ERA, unterstreicht die starke und übermächtige Entwicklung der Videospielbranche:

"Die Videospielbranche hat das Potenzial der digitalen Technologie für die Bereitstellung attraktiver neuer Unterhaltungsformen unglaublich erfolgreich genutzt. [...] Obwohl sie die jüngste unserer drei Sektoren ist, steht sie bei Weitem an der Spitze."

Obgleich andere Märkte wie z.B. die Plattformen Spotify oder Netflix nicht unterschätzt werden sollten, beweist das Videospiel immer wieder aufs Neue seine Fähigkeit, eine grosse Konsumentengemeinschaft anzusprechen und dabei für riesige Einnahmen zu sorgen.

Laut der Analysefirma Newzoo könnte die Spielebranche 2019 durchaus einen weltweiten Umsatz von 104,5 Milliarden Euro machen.

Von Pierre Bazin, veröffentlicht am 03/01/2019