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Carlton aus Der Prince von Bel Air verklagt Fortnite

Damit kommt es wieder einmal zu einem Streit mit Epic Games.

Neue Wendung im "Dancegate"-Skandal und Fortnite. Der Online-Shooter bedient sich seit fast 2 Jahren an ikonischen Tanzbewegungen und hat sich eine Menge Ärger damit eingebrockt. Herausgeber Epic Games muss sich nun erneut vor Gericht rechtfertigen. Zur Erinnerung: Im bekannten Multiplayer-Shooter können mithilfe von "Emotes" bekannte Dance-Moves aus Filmen, Clips oder Serien gekauft werden (Mikrotransaktionen), die dann von der Spielfigur nachgetanzt werden.

Das Problem: Trotz seiner geschätzten monatlichen Einnahmen von 300 Millionen scheint Epic Games nicht viel von Urheberrechtsschutz zu halten und bedient sich dieser Tanzbewegungen ohne Erlaubnis. Nach einer ersten Klage, eingereicht von Rapper 2 Milly, greift nun auch Alfonso Ribeiro (Carlton in Der Prinz von Bel-Air) Epic Games an, weil diese die Bewegungen seines Kult-Tanzes gestohlen haben.

Die Vorwürfe von 2 Milly und Ribeiro richteten sich auch an Herausgeber 2k, der die Choreographien auch für das Basketballspiel NBA 2k19 verwendet hat. Es ist jedoch nicht sicher, ob diese Beschwerden erfolgreich verlaufen werden, da in den USA Tanzeinlagen nicht als geistiges Eigentum gelten.

Vor einem Monat haben wir einen Anwalt interviewt, der sich auf die Risiken von Epic Games in der europäischen Gerichtsbarkeit spezialisiert hat. Da Glücksspiele und Online-Shopping auf dem Gebiet genannt werden (auch zahlenmässig), ist Fortnite verpflichtet, sich an das Gesetz zu halten und könnte dafür teuer bezahlen.

Von Pierre Bazin, veröffentlicht am 18/12/2018

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