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Video: The Daily Show nimmt die friedliche Schweiz als Vorbild für die USA

Die Schweiz spielt eine prominente Rolle in der US-Satiresendung «The Daily Show». Von ihr sollen die Amerikaner den Umgang mit Waffen lernen.

Dass Amerika ein Problem mit Waffen hat, ist alter Kaffee. Dank der Satire-News-Sendung «The Daily Show» mit Host Trevor Noah (übrigens Halb-Schweizer) haben die USA nun aber einen Lösungsansatz dafür. Oder zumindest ein Vorbild: Die Schweiz. In einem sechsminütigen Clip stellt Noahs Korrespondent Michael Kosta die Schweiz und ihren Umgang mit Gewehren und Pistolen vor.

Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, für Amerikaner offensichtlich eine Sensation: Jeder vierte Schweizer hat eine Waffe – und doch gibt es so gut wie nie Schiessereien. Das Attentat im Zuger Parlament 2001 war die Letzte. In den USA gab es seither mehr als 1900. 

Anzahl Tötungsdelikte durch Waffen pro 100'000 Einwohner. Quelle: Youtube/The Daily Show with Trevor Noah

Ein Finne als Schweiz-Experte

Um der Frage auf den Grund zu gehen, weshalb die Schweiz trotz so vieler Waffen so friedlich ist, trifft sich Kosta mit einem Waffenexperten – aber nicht etwa mit einem Schweizer Armeekommandanten oder etwas in der Art, sondern mit dem Finnen Mikko Leinonen, der in Genf eine private Firma für Waffentraining führt. 

Nichtsdestotrotz versteht der Mann, wie es in der Schweiz läuft. Er erklärt, wie streng die Auflagen hierzulande sind, dass nicht jeder einfach auf dem Flohmarkt eine Pistole kaufen darf und dass bei uns zwar jeden Sonntag haufenweise Rekruten mit gebuckeltem Gewehr in den Zügen sitzen, dass sie aber keine Munition dabeihaben, weil genau die eben separat aufbewahrt wird.

Das sind auch die Schlüsse, die Korrespondent Kosta aus seinem Schweizer Crashkurs zieht und seinen Landsleuten in den USA mit auf den Weg gibt. Das wichtigste für einen sinnvollen Umgang mit Waffen ist allerdings nicht mit Gesetzen zu erreichen: Gesunder Menschenverstand. Und darin, so Kosta, seien die Amerikaner halt nicht so stark.

Von Matthias Gräub, veröffentlicht am 12/12/2018