Schweizer Kids entdecken E-Zigarette und trinken weniger Bier

Schulpausen ohne Kippen.

Die Jugend sei verdorben, dekadent und drogensüchtig? Stimmt überhaupt nicht, und das können wir hier anhand von Zahlen beweisen. Moden und Trends verändern sich, und die E-Zigarette ist gerade der grosse Hit in der Schweiz. Hier findet ihr die Schlüsseldaten zum Konsumverhalten unserer 15-Jährigen:

Dampfen ist mega in

Was aus dieser Untersuchung hauptsächlich hervorgeht ist, dass jeder zweite Jugendliche und jede dritte Jugendliche schon mindestens einmal eine E-Zigarette ausprobiert haben. Woher kommt dieses Interesse für das Dampfen? Da gibt es die Geschmacksaromen wie Rote Beeren, Vanille oder Karamell, die den Nikotingeschmack kaschieren, aber vor allem wird das trendige Design-Objekt ohne jede Alterseinschränkung verkauft, was die Schweizer Jugendlichen natürlich auch einer höheren Gefahr aussetzt. Zwei Gründe werden für das Interesse an der E-Zigarette genannt, nämlich die Lust etwas Neues auszuprobieren und schlichterdings auch der Spass am Dampfen.

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Zigaretten- und Alkoholkonsum stagnieren

Fast 10 %der 15-jährigen Jungs und 8 % der gleichaltrigen Mädchen rauchen mindestens einmal pro Woche. 2014 waren es noch 12 und 8%, die Tendenz ist also leicht rückläufig. Was den Alkoholkonsum anbelangt, trinken 11 % der Jungs und 4 % der Mädchen mindestens einmal pro Woche. Im Vergleichsjahr 2014 waren es 10 und 6 %. Insgesamt deutet sich im Vergleich zur E-Zigarette und Weed für beide Produkte ein abflauender Konsum an.

CBD is the new cannabis

Kannabis ist immer noch total in und wurde laut einer Untersuchung aus dem vergangenen Jahr von 27% der Jungs und 17% der Mädchen im Alter von 15 Jahren mindestens einmal ausprobiert. 9% der Jungs und 5% der Mädchen aus der gleichen Altersgruppe haben nach eigenen Angaben mindestens einmal in ihrem Leben Produkte konsumiert, die Cannabidiol enthalten.

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Gut zu wissen, dass das neue Tabakproduktegesetz das Mindestalter für den Kauf von E-Zigaretten auf 18 Jahre fixiert. Das heisst aber nicht, dass sich deswegen wirklich etwas ändern wird.

Die besagte Untersuchung wurde 2018 von der unabhängigen Stiftung Addiction Suisse durchgeführt, bei der 11'000 Schüler im Alter von 11 bis 15 Jahren befragt wurden. Wir haben uns hier ausschliesslich auf die Fragen der 15-Jährigen bezogen.

Von François Graz, veröffentlicht am 28/03/2019

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