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PETA fordert tierfreundliche Redewendungen – wir helfen mit

Die Tierschutzorganisation PETA will Redensarten mit Tieren entschärfen. Das sorgt im Internet natürlich für Lacher. Aber auch für Aufmerksamkeit.

Fast jedes Mal wenn die Tierschutzorganisation PETA eine Forderung stellt, kommt die Frage auf: «Meinen die das ernst?!» So absurd sind die Kampagnen der Tierschützer bisweilen. Beispiel gefällig? In den Pokémon-Gameboyspielen sah PETA Tierquälerei; brutale Trainer, die unschuldige Pixeltiere versklaven und gegeneinander kämpfen lassen. Prompt veröffentlichten sie ein eigenes Minispiel, mit dem Motto «Gotta free 'em all» – befrei' sie alle!

Doch auch Forderungen nach Namensänderungen stehen bei PETA immer wieder auf dem Programm. So wollten sie einst aus Fischen «Meereskätzchen» machen, um Fischessern den Appetit zu verderben. Die britische Stadt Nottingham sollte an Weihnachten 2012 für einen Tag in «Not-Eating-Ham» umbenannt werden, weil «Ham» Schinken heisst und der doch nicht gegessen werden soll. 

Zwei Ziegen mit einer Kappe

Eins muss man den Verantwortlichen für die PETA-Kampagnen lassen: Sie wissen zu provozieren und sorgen für Gesprächsstoff. So auch mit ihrer neusten Idee, die auf gängige Redewendungen mit Tieren zielt. Auf Twitter schrieb PETA jüngst: 

«Wörter sind wichtig. Und genau wie sich unser Verständnis von sozialer Gerechtigkeit wandelt, entwickelt sich auch unsere Sprache mit ihr weiter. So entfernen wir Speziesismus aus unseren Alltagsgesprächen.»

Angefügt ist eine Auswahl von Redensarten und PETAs Vorschlag, wie sie tierfreundlicher gemacht werden könnten.

Natürlich hat das im Internet Reaktionen ausgelöst. Viele Twitter-Kommentare ziehen die PETA-Vorschläge mit eigenen Ergänzungen ins Lächerliche.

Oder sie erzürnen sich über den Tierschutz-Extremismus der Organisation.

Wie auch immer: Die PETA hat mit der Aktion einmal mehr für Aufmerksamkeit gesorgt. Das war wohl auch das Hauptziel der Kampagne. Und weil die englischen Redensarten auf Deutsch nicht so gut funktionieren, helfen wir sogar noch mit und schlagen selber ein paar Redewendungen vor, die wir tierfreundlicher machen: 

 

Von Matthias Gräub, veröffentlicht am 10/12/2018