featuredImage

Eine Schweizer Firma macht aus Zementsäcken Designertaschen

Fairplay für Kambodscha.

«Von der Baustelle in den Kleiderschrank» – so geht der Slogan der Zürcher Firma Elephbo. Sie stellen aber nicht etwa modische orangefarbene Bauarbeiterhelme her, auch keine blauen Overalls mit Paillettenverzierung. Sie machen Mode aus alten Zementsäcken.

Die alten Säcke stammen dabei nicht etwa von Schweizer Baustellen, sondern aus Kambodscha. Dort werden die Säcke nach Gebrauch offenbar einfach liegengelassen. Für die Umwelt ist das nicht gerade toll, für Elephbo gleich eine doppelte Chance: Erstens gibt's die Säcke gratis (übrigens oft mit ziemlich coolen Tiger-, Elefanten- oder Drachenmotiven bedruckt). Zweitens tun sie gleich noch etwas für die Natur, indem sie die Säcke recyclen und vom Boden auflesen.

Fokus auf faire Löhne

Elephbo hat in Kambodscha mit Einheimischen zusammengespannt, bezahlt ihnen faire Löhne, um die Säcke einzusammeln, zu waschen und nach Europa zu schicken. Neben der ökologischen Motivation hält man den Finger bei Elephbo auch auf die oft unterbezahlten Arbeitskräfte, die vom Westen in Entwicklungsländern wie Kambodscha ausgebeutet werden.

«Es ist wichtig, der Modeindustrie in Kambodscha zu zeigen, dass eine faire Produktion möglich ist.»

Produziert werden die Taschen, Rucksäcke, Sneakers und Caps in Bosnien. Das Ergebnis sieht ziemlich cool aus. 

Diesen Adler-Rucksack gibt's für 140 Stutz.

Und diese Tiger-Sneakers kosten 190 Franken.

Zu kaufen gibt's die Recycling-Mode auf der Website von Elephbo sowie in diesen Läden:

Von Matthias Gräub, veröffentlicht am 08/06/2019

Copié