Holocaust-Überlebende feiert 104. Geburtstag gemeinsam mit ihren 400 Nachkommen

Sie wollte mit ihrer ganzen Familie an der Klagemauer beten.

Shoshana Ovitz blickt auf ein langes Leben zurück. Um ihren 104. Geburtstag zu feiern, wollte sie ihre sämtlichen 400 Nachkommen an der Jerusalemer Klagemauer zum gemeinsamen Gebet versammeln. Sie hatte um die Anwesenheit ihrer gesamten Groβfamilie gebeten, sprich «ihrer Kinder, Enkel, Groβenkel sowie anderer Angehöriger.» So stand es in der New York Post, die wiederum das israelische Webportal Walla! zitiert hatte.

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Ihre Kinder und Kindeskinder haben dann tatsächlich alles daran gesetzt, ihr diesen Wunsch zu erfüllen. Es war gar nicht so einfach, alle Familienmitglieder zu kontaktieren, aber Panini Friedman, die älteste von Shoshanas Enkelinnen, hat die Sache energisch in die Hand genommen. Zahllose Telefonate hat sie geführt und in den sozialen Netzwerken sowie per SMS und via Mail Einladungen verschickt. Walla! erklärte sie: «Wir verfügen über keine genauen Zahlen, aber es gibt um die 400 Enkel und Nachfahren.»

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Bei den Feierlichkeiten waren dann wirklich 400 Personen anwesend, aber die komplette Familie von Shoshana Ovitz hatte sich nicht versammeln können. «Uns fehlen noch 10 % der Familie,» erklärte Panini Friedman, die erst am Jubiläumstag selbst feststellte, wieviele Personen Soshana zu Ehren gekommen waren. «Alle waren da, mit Tränen in den Augen. Es war ein absolut herzergreifender Moment.»

Für Soshana war es ein geradezu magischer Augenblick. Sie selbst hatte ihren späteren Ehemann kennengelernt, als sie nach Überlebenden ihrer Familie suchte. Die Mutter von zwei Söhnen und zwei Töchtern hatte zunächst in Österreich in einem Übergangslager gelebt, bevor sie sich mit ihrem Ehemann in Haifa niedergelassen hat.

Von Rokia DOSSO, veröffentlicht am 08/08/2019

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