Par Emmanuelle Fournier-Lorentz

Plastik breitet sich mehr und mehr aus. Um das Bewusstsein für verschwenderische Verpackungen zu wecken, haben Organisatoren in der Schweiz vergangenes Wochenende ein Event mit dem Namen "Plastic Attack" organisiert.

© Anna Gregory /Flickr

Die Plastic Attack erobert die Welt - und die Schweiz macht mit. Aber was genau ist das eigentlich? Gestartet wurde diese Bewegung in diesem Jahr in Großbritannien von rund 20 Verbrauchern, die bewusst die bevorstehende ökologische Katastrophe durch übermäßigen Kunststoff bekämpfen wollen. Diese Bewegung wurde dann zu einem weltweiten pazifistischen Protest.

Die Organisatoren luden am vergangenen Wochenende die Verbraucher dazu ein, zu einem Supermarkt zu gehen, um ihre üblichen Einkäufe zu machen und dann, nach der Zahlung, die Plastikverpackung am Ausgang in Körben zu lassen. Die Idee dahinter ist, die Menge an Verpackungsmüll aus Kunststoff von den Marken und von den Händlern zu minimieren.

Diese große "Plastic Attack" fand am 2. Juni in der Schweiz statt - mit Ausnahme von Genf, wo die Veranstaltung bereits einen Tag zuvor aufgrund des "Samedi du partage" stattfand, wo man einige ihre Besorgungen an arme Menschen spenden konnten. In Lausanne nahmen tausende Leute an der Veranstaltung teil, mehr als 300 Menschen in Neuenburg und 700 im Wallis. Die Teilnehmer brachten dabei wiederverwendbare Behälter, wie Stofftaschen, Gläser und Kisten mit.

Letzte Woche ging ein Foto im Internet herum. Darauf sah man eine Kopie der französischen Zeitschrift L’Obs, deren Titel in etwa "Befreit uns vom Plastik! " lautete, dagegen jedoch -unnötigerweise - nochmals in Kunststoff verpackt worden war.