Par Emmanuelle Fournier-Lorentz

In der Schweiz und in der Europäischen Union verpflichtet das neue Gesetz zum Schutz personenbezogener Daten WhatsApp, das Mindestalter seiner Nutzer auf 16 Jahre zu erhöhen (und nicht wie bisher 13). Allerdings stehen euch noch andere, sicherere Anwendungen zur Verfügung.

(© Konbini)

Im Rahmen der Verordnung über den Schutz personenbezogener Daten, die am 25. Mai in der Schweiz und in den Ländern der Europäischen Union in Kraft getreten ist, wird es ab sofort notwendig sein, mindestens 16 Jahre (und nicht wie bisher 13) alt zu sein, WhatsApp benutzen zu dürfen.

Diese neue Europäische Verordnung will die jungen Menschen vor den Unternehmen, die bekanntermaßen die privaten Daten ihrer Nutzer sammeln, schützen. Facebook, WhatsApps Muttergesellschaft, muss sich dem Gesetz in Europa ebenfalls beugen. Das soziale Netzwerk muss nun die schriftliche Erlaubnis von Eltern von Kindern unter 16 Jahren einholen, damit diese sich registrieren dürfen.

Ihr könnt auch Threema, Signal oder Telegram nutzen

In der Schweiz wurden viele Austausche zwischen Lehrern und Schülern über Whatsapp, in privaten Gesprächen oder in Diskussionsgruppen durchgeführt. Das ist jetzt vorbei. Glücklicherweise gibt es andere Lösungen wie Threema, eine Schweizer Messaging-Anwendung nach dem Modell WhatsApp, aber ohne Altersgrenze. In der deutschen Schweiz beschlossen die Lehrer, die Diskussionsgruppen auf Threema fortzusetzen. Einziger Nachteil: Man zahlt.

Aber es gibt noch andere Möglichkeiten. Warum nicht auf Signal setzen, die Anwendung, die von Edward Snowden empfohlen wird? Hier wurden viele Vorkehrungen getroffen, um sicherzustellen, dass Gespräche geheim bleiben. Darüber hinaus erfordert Signal nicht die Erstellung eines Kontos, um es zu verwenden, und zeichnet keine unverschlüsselten Konversationen auf.

Ähnlich funktioniert auch die Telegramm-App. Letztere, die sich zum Beispiel weigerten, die Schlüssel dem russischen Geheimdienst zu übertragen, um die Nachrichten der Benutzer freizugeben, wurden von einem Moskauer Gericht in Russland ab April 2018 verboten. In der Schweiz ist es jedoch erlaubt, man darf es benutzen.