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Seit 28 Jahren ist er Oldham-Fan und sorgt dann als Coach für den Sieg gegen Fulham

Diese Art von Geschichte lieben wir. 

Am vergangenen Wochenende fand in England der FA Cup statt und es gab einige Überraschungen, vor allem für Fulham. Der Premier-League-Club wurde auf heimischem Rasen vom Viertligisten Oldham in einem besonderen Match (2:1) für Trainer Pete Wild geschlagen.

Tatsächlich ist die Geschichte dieses 33-jährigen Trainers alles andere als gewöhnlich. In seiner Liebe für Oldham war er zunächst während seiner Kindheit Fan, bevor er dann mehrere Jahre eine Rolle im Trainerstaff innehatte. Als er erfuhr, dass sein Lieblingssteam im FA-Cup nach Fulham reisen würde, kaufte er sich ein Ticket, um mit den Fans zu reisen, wie er es seit 28 Jahren als Fan der Mannschaft getan hatte.

Doch kurz nach Weihnachten sollte sich das alles für ihn ändern. Unzufrieden mit den Ergebnissen des Trainers Frankie Bunn entschied der Verein, ihn zu entlassen und die Position des Coaches an Pete Wild zu vergeben. Ein Traum ging in Erfüllung. Dem Vollblut-Fan gelang dann 10 Tage später das Kunststück, und sein Team kegelte den Premier League-Vertreter Fulham aus dem FA Cup. Gegenüber BBC erzählt er:

"Die letzten 10 Tage haben mein Leben komplett verändert. Ich erinnere mich noch gut an das erste Spiel, das ich von Oldham gesehen habe, es war vor 28 Jahren am Neujahrstag. Jetzt bin ich der Trainer. Ich fühle mich, als hätte ich die Sterne vom Himmel geholt. Während der Nachspielzeit in Fulham habe ich gerade meine Uhr repariert. Ich bin der glücklichste Mann in Oldham im Moment, ich kann es nicht glauben. "

Für die nächste Runde wünschte sich Pete Wild Manchester United und hofft dabei auf die Erfüllung eines lang gehegten Traums: Das Oldham-Team für die Niederlage 1994 gegen die Red Devils im Halbfinale zu rächen. Die Geschichte wäre schön gewesen, aber das Los entschied sich für Doncaster, einen Drittligisten. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal?

Von Julien Choquet, veröffentlicht am 08/01/2019

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