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Mit unsichtbarer Tinte verfasste Botschaften in Werk von Basquiat entdeckt

Viele weitere Geheimnisse ranken sich um das Werk des Künstlers.

© Longevity Art Preservation.

Die Kunstkonservatorin Emily Macdonald-Korth war im Begriff eines von Jean-Michel Basquiats Werken zu untersuchen, als sie etwas Überraschendes entdeckte. Sie sollte überprüfen und bestätigen, dass das Gemälde tatsächlich 1981 entstanden ist und analysierte zu diesem Zweck Farbpigmente, fotografierte das Werk und liess es mit ultra-violetten Strahlen durchleuchten – eine Vorgehensweise um Lackspuren oder andere Hinweise auf Restaurierungsarbeiten aufzudecken.

Bei der Untersuchung mit der UV-Lampe bemerkte die Spezialistin seltsame Zeichnungen. Sie machte die Lampe aus und musste feststellen, das die Skizzen sofort verschwanden. Dem Magazin Artnet News gegenüber erklärte Macdonald-Korth: "Ich schaue mir das Kunstwerk an [] und sehe plötzlich diese Pfeile. So etwas ist mir noch nie zu Augen gekommen. Sein Gemälde enthält schlichtweg eine völlig geheime Seite an sich."

Diese Entdeckung stellt keine absolute Überraschung dar, denn bereits 2012 hatte Sotheby’s London beim Gemälde Orange Sports Figure aus dem Jahr 1982 festgestellt, dass es mit unsichtbarer Tinte signiert war. Allerdings hat bislang niemand echte Zeichnungen entdeckt, die mit einer solchen Zaubertinte verfasst wurden.

Die Kunstkonservatorin ist übrigens überzeugt, dass in den Gemälden von Basquiat andere geheime Botschaften stecken und lädt alle stolzen Besitzer von Kunstwerken des Malers ein, ihre Bilder unter einer UV-Lampe zu betrachten. Momentan findet in der Pariser Fondation Vuitton eine dem Künstler gewidmete Retrospektive statt. Wie wär’s mit einer Taschenlampe im Reisegepäck?

Von Lisa Miquet, veröffentlicht am 03/01/2019