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Indem er halb ertrunkene Frauen malt, macht dieser Strassenkünstler auf den Anstieg des Meeresspiegels aufmerksam

Hula's Fresken schaffen ein alarmierendes Umweltbewusstsein.

Hula

© Hula

Nachdem er seine Kindheit und Jugend mit Surfen auf den Wellen Hawaii's verbracht hatte, beschloss Autodidakt Hula (sein richtiger Name ist Sean Yarra) 2015 seine Leidenschaft für Natur und Wassersport durch Street Art zu erweitern. Auf seinem Surfbrett sitzend erschafft er an den ungewöhnlichsten Orten prächtige Frauenfiguren mit einer deutlichen Message. Dabei unterscheidet sich Hula von den eher bodenständigen Künstlern, indem er auf den Wellen surft, um vom Landweg aus unzugängliche Orte zu entdecken: Verlassene Kais, erodierte Mauern oder Schiffswracks.

Seine markanten und realitätsnahen Porträts, die mit einer sicheren Hand gemalt wurden, haben leider nur ein kurzlebiges Dasein. Halb untergetaucht, verschwinden die Gesichter der Frauen durch den Anstieg des Wassers für immer in den Fluten des Meeres. Stets um das Wohlergehen seiner Umwelt bemüht, benutzt Hula nur biologisch abbaubare Pflanzenöle und kann somit in aller Aufrichtigkeit und guten Gewissens eine Botschaft für mehr Umweltbewusstsein in die Welt senden.

Erst vor kurzem ist es dem Künstler sogar gelungen auf einem Stück Eisberg das Profil einer Inuit-Frau zu malen. Nachdem das Gemälde fertig war, wurde es wenige Augenblicke später vom Wasser wieder verschluckt. Die Symbolik überdauert jedoch das ephemere Leben seines Werkes.

Hula

© Hula

 
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Von Solenn Cordroc'h, veröffentlicht am 28/12/2018