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Ein französischer Grafikdesigner hat sich soziale Netzwerke im Retro-Look vorgestellt

Wir sprechen dabei über eine Zeit, welche die unter-20-jährigen schon nicht mehr kennen.

Manchmal ist es echt schwierig, sich eine Zeit vorzustellen, in der wir sie nicht täglich nutzen, aber – Breaking News! - es gab tatsächlich mal eine Zeit ohne Social Media. Eine Ära ohne Smartphones, ohne Computer, ohne Tablets, ohne iPod und anderen "i-irgendwas"-Gadgets, die vor allem die Generation Y  mit Jahrgang 1980 bis 2000 sehr gut kennt.

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Als Facebook 2007 die Regeln der Kommunikation für immer veränderte, waren die Kinder der 80er und 90er-Jahre die Ersten dieser technologischen Evolution.

Als Kinder und Jugendliche hörten sie Musik auf einem Walkman und dann einem Discman, verewigten ihren Urlaub mit Einwegkameras, später dann mit den ersten Digitalkameras, kommunizierten auf geringer Distanz mit Walkie-Talkies und dann auf langer Distanz mit Tam Tam-Telefonen.

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Für viele von ihnen wecken diese Jahrzehnte, die Anfänge also dieser hypervernetzten Welt, in der wir heute leben, immer ein starkes Gefühl der Nostalgie – und sorgen auch dafür, dass sich manch einer gleich etwas alt fühlt. Genau das gleiche Gefühl gibt uns die Serie Re:Birth des französischem Artistic Director Thomas Ollivier, der in London lebt. In dieser Serie inszeniert er die sozialen Netzwerke und andere Software in eine Zeit vor dem Internet.

In seinen Kreationen wird das Unfassbare greifbar: Facebook wird zum Tam Tam, der ein kurzes "No likes" zeigt, Instagram ist eine Wegwerfkamera in den Farben der Plattform, Netflix wird zum Retro-View-Master und Adobe Illustrator zum magischen Bilderrahmen.

Thomas Ollivier beruft sich beim Ursprung seines Projekts auf den Wunsch, das Gefühl von Intimität und Konnektivität im wahrsten Sinne des Wortes zu erforschen und mit dem Eindruck zu spielen, den man bei der Nutzung dieser sozialen Netzwerke haben kann. Dabei gelingt es ihm auch, ein Spiegelbild der Notwendigkeit unserer Gesellschaft, bestimmte digitale Erlebnisse konkret zu machen, aufzuzeigen und lässt diese auf paradoxe Art und Weise wieder mit der Realität in Verbindung treten.

Von Orange, veröffentlicht am 20/12/2018

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