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2018 sind die Besucherzahlen des Louvres explodiert (was ganz sicher Jay-Z und Beyoncé zu verdanken ist)

Das "APES**T"-Phänomen.

Aus dem Clip "APES**T".

Am 3. Januar gab das Louvre bekannt, dass es im Jahr 2018 seinen Besucherrekord erreicht hatte: 10,2 Millionen Menschen besuchten die französische Institution, ein deutlicher Anstieg von 25% im Vergleich zum Vorjahr. Der bisherige Rekord von 2012 lag bei 9,7 Millionen Besuchern. 2015 und 2016 waren die Besucherzahlen wegen der Anschläge von Paris im Vergleich zu den Vorjahren um 15 Prozent gesunken. Das Museum hat somit nicht nur seine persönliche Bestmarke übertroffen, sondern darüber hinaus auch gleich den Weltrekord der Besucher während eines Jahres übertroffen, berichtet Dazed. Hut ab.

Diese überraschende Steigerung kam im selben Jahr wie die Veröffentlichung des üppigen Clips "APES**T" von Jay-Z und Beyoncé, der im Museum gedreht wurde und kurze Zeit später das Internet im Sturm eroberte. Und das ist sicherlich kein Zufall. In seiner Pressemitteilung anerkennt der Louvre, dass das Video des amerikanischen Paares neben dem Erfolg ihrer temporären Ausstellung über den Maler Delacroix und der jüngsten Wiederbelebung des Tourismus in Frankreich, massgeblich zu diesem Besucherzuwachs beigetragen hat.

Im Clip vereinen sich die beeindruckende Architektur des Museums und viele emblematische Werke – wie Leonardo da Vincis Mona Lisa – auf einem Hintergrund antikolonialistischer Kämpfe und einer Ode an die schwarze Kultur und ihre unterrepräsentierten Künstler in der Kunstwelt. Um auf der Erfolgswelle des Songs zu schwimmen, bietet das Louvre sogar einen Rundgang an, der sich den in dem Clip erscheinenden Werken widmet.

Sicherlich kam der Besucherzuwachs aber auch dank vieler anderer Faktoren zustande – wie zum Beispiel der Renovierung des Haupteingangs unter der Pyramide und der Schaffung von "Direkteinlass"-Tickets, mit denen lediglich 30 Minuten Wartezeit verbunden sind. Vor allem aber war es der Clip von Jay-Z und Beyoncé, der sowohl Touristen als auch Neugierige dazu verführte, sich den Ort genauer ansehen zu wollen. Popkultur kann manchmal eben auch Museumsinstitutionen helfen.

Von Donnia Ghezlane-Lala, veröffentlicht am 08/01/2019

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