Die Wahl des Geschlechts Ihres zukünftigen Kindes ist möglich (aber illegal)

Einige Praktiken, die in der Schweiz illegal sind, erlauben es, das zukünftige Kind nach seinem Geschlecht auszuwählen. Oder sogar das Geschlecht vorab selbst auszusuchen.

"Un Heureux Événement". (© Gaumont Distribution)

Willkommen im Jahr 2017, wo Sie von nun an das Geschlecht Ihres zukünftigen Kindes auswählen können. Allerdings ist dieses medizinische Verfahren nicht legal, zumindest nicht in der Schweiz. Umso besser, denn wie Le Matin berichtet, ist der Druck der auf die Ärzte ausgeübt wird unheimlich gross.

Diagnose und Bluttests

Dafür gibt es zwei Gründe: Seit dem 1. September kann die Preimplantations-Diagnostik (DPI) das Geschlecht des zukünftigen Kindes anzeigen. Anfänglich wurde diese Diagnose hauptsächlich verwendet, um mögliche Krankheiten oder Anomalien am Embryo festzustellen. Es wird nur im Fall von In-vitro-Fertilisation verwendet, und das einige Zeit bevor der Embryo in der Gebärmutter platziert wird. Laut Le Matin üben einige Eltern viel Druck auf die Ärzte aus, um zu erfahren, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist. Dieses Verfahren ist jedoch illegal in der Schweiz.

Für sogenannte "natürliche" Schwangerschaften ist es möglich, das Geschlecht des zukünftigen Kindes vor der möglichen Abtreibung zu bestimmen, die in der Schweiz innerhalb von 12 Wochen festgesetzt wird. In der Tat ermöglichen es neue Bluttests, das Geschlecht des Fötus in der zehnten Woche zu offenbaren. Frauen haben also zwischen dem Ergebnis und dem Eintritt der Abtreibung zwei Wochen Zeit, die Schwangerschaft abzubrechen, wenn das besagte Geschlecht nicht im Einklang mit ihren Wünschen steht. Aus diesem Grund hat das Bundesamt für Gesundheit in diesem Sommer eine Überarbeitung des Gesetzes vorgeschlagen, das es Ärzten verbietet, Informationen über das Geschlecht vor der zwölften Woche herauszugeben.

In den USA ist es "für 25.000 Dollar legal"

Es ist sogar möglich, aus wissenschaftlicher Sicht, das Geschlecht des zukünftigen Babys zu bestimmen. In Basel untersucht das Universitätsklinikum die "Microsort"-Methode, die in Europa nahezu unbekannt ist. Dank dieser Methode können Ärzte die Spermien nach den X-oder Y-Chromosomen, die sie tragen, trennen. Bei einer künstlicher Befruchtung oder In-Vitro-Befruchtung würde diese Methode daher die Wahl eines Mädchens oder eines Jungen für zukünftige Eltern erlauben. Um es noch einmal zu sagen, in der Schweiz ist dies illegal.

Dies ist nicht der Fall in den Vereinigten Staaten, wo dieses Verfahren in spezialisierten Kliniken üblich ist. Für 25.000 Dollar kann die künstliche Befruchtung durchgeführt werden und das Geschlecht des künftigen Kindes wird dabei ausgesucht.