Weshalb Schweizer Züge immer noch kein Wifi haben

Und warum es eine Schande ist.

H&M Kampagne.

Wir sind bereits im Jahr 2018 angekommen. In ganz Europa haben Züge und Busse Wifi... Alle? Nicht ganz. Ein kleines Land widersetzt sich noch diesem seltsamen Phänomen, kostenloses und zugängliches Internet in seinen Zügen anzubieten. Im Mai 2018 erklärte die SBB, dass sie sich davon abwenden, in den Wagons Wlan-Router zu installieren. Wieso eigentlich?

Das Projekt sei zu teuer. Überall und auch innerhalb des Landes bieten viele (und nicht die teuersten) Unternehmen bei Bus-oder Zugfahrten Wlan an. CarPostal haben es, aber auch FlixBus, und sogar in Frankreich bieten die SNCF und die Züge Ouigo Internetzugang an. Warum nicht wir? Woran liegt es? Es hat mit Geld zu tun.

Wie die Eisenbahngesellschaft dem Matin dimanche erklärte, "zeigen Kundenbefragungen, dass Internet nur verwendet werde, wenn es kostenlos ist." Die Kosten für die Installation des Wlans wären zu hoch, und um es profitabel zu machen. Die SBB müsste deshalb entweder ein bezahltes Angebot machen (was nur wenige vernünftige Personen befürworten) oder den Preis der Tickets erhöhen.

Unbegrenztes LTE, ja, das gibt es wirklich

Ein weiterer Grund: In den Schweizer Zügen sei der mobile Empfang "excellent", beurteilte die SBB im vergangenen November, was ebenso ihre Weigerung für Wlan an Bord der nationalen Züge erklärt. Die SBB verglich dabei auch das Netzwerk mit den "Nachbarländern"– wer jemals Frankreich mit dem Zug überquert hat, könne dementsprechend bestätigen, dass der Empfang dort manchmal ist.

Die Eisenbahngesellschaft beharrt auf ihrem Standpunkt und deutet an, dass bis 2022 alle ihre Wagons mit Repeatern ausgerüstet werden würde,, um das Signal des Mobilfunknetzes zu verbessern. Vielleicht können wir ja so von einer ausgezeichneten mobilen Verbindung profitieren, die dem Wlan nahekommt ... einem unbegrenzten LTE-Netz. Zumindest wissen wir, dass das beste Spiel der Welt auch ohne Internet funktioniert...