Kenia gelingt es, Korallen in zerstörte Riffe zu transplantieren

Im Jahr 1998 fielen die Korallenriffe der kenianischen Küste einer Episode von massiven Korallenbleichen zum Opfer. Nun zeigen sich nach einer Transplantation von 2014 erste Erfolge.

(© Rene Schlaefer/Flickr)

Im Jahr 1998 kam es zu einem derart starken Temperaturanstieg, dass etwa 30% der Korallenriffe in der kenianischen Küstenregion von einer Korallenbleiche betroffen waren und sich das Ökosysteme nur schwer wieder erholte. Daraufhin hatten die Vereinten Nationen 2014 ein Programm entwickelt, bei dem in dem betroffenen Korallengebiet Transplantationen stattfinden sollten.

Ein experimentelles Projekt auf 350 m2, bei dem fast 835 Fragmente von Korallen transplantiert wurden, um ein krankes und von Überfischung, Umweltverschmutzung und Klimawandel bedrohtes Riff zu retten.Biologen züchten Baby-Korallen in einer künstlichen Unterwasserwelt und verpflanzen diese dann nach einem Monat in kranke Korallenriffe. Eine Technik, die freiwillige Fischer benötigt, welche die Grundlagen des Tauchens erlernen müssen, um diese Baby-Korallen in Zementplatten entlang des geschützten Bereiches zu transplantieren.

Das Ziel ist es, das Riff mit Fauna und Flora zu bereichern. Auf dem Riff können bereits die ersten Früchte dieses Projekts beobachtet werden, wie Sciences & Avenir  lobt.

"2013, ein Jahr vor dem Beginn des Korallen-Rehabilitations-Projekts, wurden im Laufe des Jahres 6 Tonnen Picot-Fische und 2,3 Tonnen Rotbarben-Fische in diesem Gebiet gefangen. Drei Jahre später gab es dank der Arbeit des Unterwasser-Wiederaufforstungsteams 3,5 mal mehr Picot-Fische und 6 mal mehr Rotbarben."

Die Tatsache, dass diese Unterwasser-Aufforstungstechniken Früchte tragen, ist ermutigend.

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