Joggen und Müll aufsammeln: Der Plogging-Trend jetzt auch in der Schweiz

Beim Plogging, dem neuen umweltfreundlichen Fitness-Trend aus Schweden geht es darum, während des Joggens herumliegenden Müll aufzusammeln. In der Schweiz ist ein Team bereits aktiv, und es gibt immer mehr "Zero Waste"-Initiativen.

(© Eco Run Team, via Facebook)

Der Plogging-Trend, der Sport und Umweltbewusstsein zusammenbringt, ist wie viele andere Praktiken dieser Art in Schweden entstanden, breitet sich jetzt jedoch in ganz Europa aus. Der Begriff Plogging setzt sich aus den Worten "plocka upp" (schwedisches für "sammeln") und "Jogging" zusammen, und bezeichnet also ein Joggen, bei dem man gleichzeitig Müll aufsammelt und entsorgt.

Der Läufer nimmt einen großen Müllsack mit und stoppt seinen Lauf, um Müll aufzusammeln – dabei werden Kniebeugen, neudeutsch Squats gemacht, was dazu beiträgt, den Hintern schön zu straffen. Dieser neue Sport kennt einen wachsenden Erfolg. So hat die französische App Run Eco Team, dank welcher Plogger sich untereinander organisieren können, errechnet, dass ihre Nutzer wöchentlich im Durchschnitt 19 Tonnen Abfall aufsammeln.

Seit Januar 2018 gibt es ein Schweizer Run Eco Team. Die Anzahl der Mitglieder wurde zwar nicht bekannt gegeben, aber das Team wird aber zweifellos schnell wachsen. Derweil sind in der Westschweiz bereits viele "Zero-Waste"-Aktionen im Gange. Am 27. Mai organisiert der Verein Net'Léman in Lausanne eine große Reinigungsaktion des Genfersees: Die Teilnehmer können zusammen mit dem Tauchteam von Ouchy (nur für zertifizierte Taucher) tauchen oder am Ufer aktiv werden.

Vom 2. Mai bis zum 13. Juni bietet Nendaz Tourisme eine ähnliche Aktion an, allerdings findet sie in den Bergen statt. Jeden Mittwoch werden zweistündige Spaziergänge organisiert, bei denen Abfälle in der Natur entfernt werden. Diese Aktivität ist kinderfreundlich, und endet mit einem Dankeschön-Zvieri. Sonst kann man auch alleine ‚ploggen’ gehen, man braucht nur gute Turnschuhe und einen Müllsack!