Video: Princess Nokia besingt die Schönheit farbiger Frauen

Ihren letzten Clip "Flava" widmet Rapperin Prinzess Nokia Frauen, die darunter leiden, aus rassistischen Gründen diskriminiert zu werden.Die Rapperin würdigt die Kraft und Schönheit dieser Frauen. Sie verurteilt, wie oft diese Opfer kultureller Aneignung werden und lädt sie dazu ein, stolz zu sein und es zu bleiben.

"All girls are meant to shine."  Der neueste Clip von Princess Nokia, "Flava", ist eine kraftvollen Ode an schwarze Frauen und Mestizinnen. Während der ersten drei Minuten des Mini-Films, der unter ihrer Co-Regie entstanden ist, liefert die Harlem-Rapperin eine echte Empowerment-Rede. Lange unterrepräsentiert und für ihre "dicken Lippen" oder die "Textur ihrer Haare" verspottet, werden Afro-Nachkommen laut Princess Nokia jetzt von der Popkultur geschätzt: "First they make fun of you, and now they want to be you" ("Erst machen sie sich über dich lustig, dann beneiden sie dich, für das was du bist ").

Ohne sie je zu zitieren, scheint Destiny Frasqueri, aka Princess Nokia, auf die Kardashian Schwestern abzuzielen, die sich (ein bisschen zu oft) vom Aussehen und Look afroamerikanischer Künstler inspirieren lassen: "So many people spend million of dollars to be who you are" ("So viele Leute geben Millionen Dollar aus um dir zu ähneln").

Weil die Gesellschaft junge Frauen mit ethnischen Hintergründen nur selten akzeptiert und fördert, besingt Princess Nokia die "Urban Sisterhood". Eine Schwesterlichkeit, die gleich zu Beginn des Songs “Flava” Form annimmt. In pastellfarbenen Kostümen und Perlenkettchen um den Hals erobern die afro-portorikanische Rapperin und ihre Crew die Straβen New Yorks. Egal ob groβ oder klein, rund oder schmal, mit geflochtenem oder offenem Haar, die vier “Sisters” schlendern, bzw. marschieren stolz und hoch erhobenen Hauptes durch die Stadt.

"Flava" ist einer der 16 Titel ihres Anfang September herausgekommenen Mixtapes 1992. Manche sehen in Princess Nokia eine feministische Rapperin, die der sehr virilen Hip-Hop-Szene die Stirn bietet. Jedenfalls sagt die 24-jährige Künstlerin von sich selbst, dass sie "dem Patriarchat Feuer unterm Arsch" machen wird. 

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