Mit konzeptuellen Porträts erforscht Clara Giaminardi die Weiblichkeit

Die Modefotografin Clara Giaminardi würdigt in ihren Porträts den weiblichen Körper.

Die 1992 geborene Clara Giaminardi ist eine der jüngsten für Vogue Italia arbeitenden Fotografinnen. Die in London lebende Italienerin hat sich immer für feministische Literatur interessiert und beschreibt sich selbst als Feministin. Im Alter von 16 Jahren entdeckt sie die Fotografie und beginnt nicht nur den weiblichen Körper, sondern auch seine Darstellungsformen in der Mode zu erkunden. Die Medien haben ihrer Meinung nach eine Bedeutung für die feministische Analyse und spielen eine entscheidende Rolle bei der Fortentwicklung der Wahrnehmung des Genderbegriffs. Phoblographen zitiert sie folgendermaβen:

"Ich bin wie besessen vom menschlichen Körper, von seiner Darstellung und davon, wie er sich selbst in zeitgenössischen Diskurse über Gleichberechtigung und Vielfalt darstellen kann."

Mit ihrem Projekt Manifesto versucht sie, den weiblichen Körper durch das Prisma der Modefotografie neu zu betrachten, und zwar jenseits der Objektivierung, die die Modewelt immer angestrebt hat: "Mit Manifesto will ich zeigen, dass Geist und Körper gleichberechtigt sind und erforschen, wie diese Idee mit der gesellschaftlichen Vorstellung von Geschlecht und Diversität interagiert. [...] Mode kann zum Instrument des Wandels werden."

Sie fotografiert die Frau ungeschminkt und in all ihren Formen: wehleidig, fröhlich, aus der Nähe oder Ferne und immer in warmen Tönen, die uns seltsamerweise manchmal an Wachspuppen erinnern. Ihre Porträts umhüllen uns mit ihren faszinierende Inszenierungen: eine Schnecke, die auf einer Wange entlangkriecht, Bienen, die neben einem Auge herumspazieren oder Olivenöl, das an einer Hand entlangtröpfelt.

Weitere Bilder von Clara Giaminardi sind auf ihrem Instagram-Account zu sehen.

i'm quite cheesy sometimes.