Laut der spanischen Zeitung El Paìs ist Lausanne eine "berüchtigte Stadt

Die Zeitung El Paìs hat Lausanne als "berüchtigte Stadt" bezeichnet, wo Laster, wie Ladendiebstahl oder der Verkauf von Medikamenten am Ausgang der Schulen, täglich passieren. Kommentare, welche die von Regisseur Fernand Melgar gestartete Kontroverse weiter verfolgen.

Lausanne (© Page Facebook Lausanne-Sports On Tour)

"Lausanne hat sich zu einer berüchtigten Stadt in der Schweiz, die für Unsicherheit, Ladendiebstahl und sexuelle Belästigung von Frauen auf der Straße bekannt ist, entwickelt. Dies wird durch den Verkauf von Medikamenten am Ausgang der Schulen bestätigt." Aber wer hätte diesen Satz schreiben können? Der Regisseur Fernand Melgar, der vor zwei Wochen öffentlich den befremdlichen Straßenhandel in Lausanne anprangerte? Ganz sicher nicht. Dieser Satz ist in schwarz und weiß in der größten spanischen Zeitung, El Paìs zu lesen. Die Laster dieser kleinen Schweizer Stadt anprangernd (ein Land, das eigentlich gar nicht für seine übermäßigen Verbrechen bekannt ist, wenn wir ehrlich sind), betont der Korrespondent für die Schweiz "die Ohnmacht der städtischen Behörden und der Polizei."

Der Artikel der spanischen Zeitung folgt natürlich der Kontroverse, die der Filmemacher Fernand Melgar ins Leben gerufen hat. In einer Chronik, die Ende Mai veröffentlicht wurde, prangerte der Regisseur die Händler im Bezirk von Maupas an, von denen es circa  "ungefähr 50 auf einem Radius von 100 Metern"geben soll. Diese "Täter aus West Afrika" würden "Teenagern, die zur Schule gehen" Koks Kugeln für "10 Franken pro Einheit" (nach den Daten der föderalen Polizei, liegt der durchschnittliche Preis für ein Gramm Kokain zwischen 77 und 114 Schweizer Franken)verkaufen. Der Filmemacher beschuldigt daher die Gemeinde Lausanne der "fahrlässigen Tötung" der Teenager "an einer Überdosis".

Am selben Tag veröffentlichte Fernand Melgar auf seinem Facebook-Profil ein Foto von "6 der 22 Händler, die vor der Schule warten" und "die unsere Kinder mit 10 Kokspellets und Methamphetaminen töten". Worte weit entfernt von dem, was die schweizerischen und spanischen Medien berichten.