Ein erster ziemlich verstörender Trailer für Lars von Triers neuen Film

Was anderes haben wir auch nicht erwartet.

Am Montag, den 14. Mai feierte der dänische Regisseur Lars von Trier sein Comeback in Cannes, nachdem er 2011 wegen seiner Kommentaren über Hitler von den Filmfestspielen zur Persona non grata erklärt wurde. Natürlich sind alle Augen auf ihn gerichtet, als würde ein wenig auf seinen nächsten Fehler gelauert... Zumal er seit 2014 und dem zweiten Teil von Nymphomaniac seinen ersten neuen Spielfilm präsentiert: The House that Jack Built.

Vor dem Screening und für all diejenigen, die nicht beim Festival dabei sein können, wurde ganz diskret der erste Trailer des Films veröffentlicht. Und dieser Trailer ist gelinde gesagt verstörend, auch wenn uns das bei Lars von Trier nicht übermäβig verwundern sollte. Allein deshalb, weil wir es mit einem der aufrührerischsten und verrufensten Filmemacher seiner Generation zu tun haben. Und auch, weil es dem neuen Film entspricht, der die Geschichte eines von Matt Dillon inkarnierten Serienmörders namens Jack im Washington der 70er Jahre erzählt und dabei über 12 Jahre hinweg dessen Morde verfolgt und verfilmt.

Die ziemlich originelle oder auch eigenwillige Filmmontage legt den Schwerpunkt auf die Bestialität des Mörders. So zeigt der Trailer ohne Umschweife einen der Morde, und zwar sieht man, wie Jack die Figur von Uma Thurman tötet. Die Filme von Lars von Trier lassen einen nicht unbescholten, sie traumatisieren, aber dennoch oder auch gerade deswegen sind wir alle auf dieses neue Werk neugierig - auch wenn es anscheinend einer seiner brutalsten Filme sein wird.

The House that Jack Built  kommt voraussichtlich im nächsten Herbst in die amerikanischen Kinos, hat aber noch kein Veröffentlichungsdatum in der Schweiz.