Diese New Yorker Künstlerin verteilt Medaillen an Jungs, die sich keine Mühe geben

Die ironischen Zeichnungen des Instagram-Accounts Awards For Good Boys kritisiert das miese Verhalten der Herren unserer Gesellschaft.

Laut der sehr sarkastischen Shelby Lorman verdienen Männer, die sich keine Mühe geben, eine Belohnung. Seit über einem Jahr zeichnet die 24-jährige Künstlerin aus Brooklyn Auszeichnungen, Medaillen und Trophäen für Männer, die zum Beispiel "lügen, weil sie nicht deine Gefühle verletzen möchten", " dich (die meiste Zeit) bis nach Hause begleiten" oder "nach 7 Monaten auf deine Nachricht antworten... um dir zu sagen, dass er ein Konzert gibt heute Abend und du doch gerne deine Kumpels mitbringen kannst."

Die Zeichnungen auf ihrem Instagram-Account Awards For Good Boys - der bereits mehr als 85.000 Follower hat-sind sowohl erleichternd als auch humorvoll. Die Künstlerin lässt sich vor allem von ihren eigenen Erfahrungen inspirieren, von Begegnungen, aber auch von Nachrichten. Anekdoten über Mansplaining und dem Diktat der Schönheit reihen sich an beißenden Reflexionen über die Sexualität der Frauen und die Unwissenheit über ihre Körper in intimen Beziehungen.

"Kennt Mainsplaining nicht, verdeutlicht nur aggressiv seinen Standpunkt. "

"Behauptet, dass alle Körper schön sind (unterhalb der Größe 34)."

"Weiß ungefähr, wo sich die Klitoris befindet."

Dank Posts wie diesen hat die Künstlerin bereits einige Hassnachrichten von der ersten betroffenen, mutmaßlichen Opfern erhalten, die ihr grobe Verallgemeinerung vorwerfen. Denen antwortete sie:

"Ich bin mir darüber bewusst, dass Frauen sich auch daneben verhalten können. Aber ich bin generell nicht an Menschen interessiert, die sich schlecht verhalten. Mich interessieren die Normen, die Beziehungen der Stärke und den Mangel an Fairness in unserer Gesellschaft, die diese Art von Verhalten fördern."

Mangelnder Respekt, Mangel an Empathie, Herabgekommenheit sind alle negativen Folgen der "giftigen Männlichkeit". Dass sich Shelby Lorman dazu entschlossen hat, dieses Konzept zu erforschen, das derzeit im Mittelpunkt der Debatten über die Gleichstellung der Geschlechter steht, sollte man mit Humor betrachten.

"Hat die Überschrift des Artikels über toxische Männlichkeit, den er auf Facebook geteilt hat, gelesen."