Die velofreundlichsten Städte der Schweiz sind Burgdorf, Chur und Winterthur

Mit Genf, Lausanne und Freiburg steht die französische Schweiz am schlechtesten da.

(© Pierre Metivier/Flickr CC)

Ihr lebt in der Stadt und fahrt regelmäßig Velo? Vielleicht gehört ihr zu den 17.000 Radfahrern des Landes, die kürzlich an Umfragen von Pro Vélo zur Ermittlung der Schweizer Velohauptstadt teilgenommen habt. Die 34 Fragen betreffen das allgemeine Klima, die Sicherheit, den Komfort, den Velonetzplan, die Veloabstellmöglichkeiten und den Platz des Velos in der Stadtpolitik. Teilnehmer mussten auf einer Skala von 1 bis 6 jede dieser Kriterien benoten. Die Ergebnisse wurden am 4. Mai bekannt gegeben.

Ohne große Überraschung kam heraus, dass Burgdorf, Chur und Winthertur als die drei velofreundlichsten Städte der Schweiz gelten. Die drei Gemeinden aus der deutschen Schweiz hatten bereits bei der letzten Ausgabe des Wettbewerbs vor vier Jahren gewonnen. Die am schwächsten bewertete Stadt ist Freiburg, die zweitschlimmste Velostadt ist Lausanne. In der Kategorie "Großstädte" belegen Winterthur, Basel und Bern die ersten Plätze, dicht gefolgt von Zürich. Genf und Lausanne hingegen rangieren an letzter Stelle.

Burgdorg (Kanton Bern) hat zum dritten Mal in Folge den Preis des Verbandes für die Interessen der Velofahrenden Pro Vélo gewonnen. Seiner Einschätzung nach hat sich "der Durchschnitt der meisten Städte in vier Jahren nicht wesentlich verändert". Wenn sich die Situation "leicht verbessert" hat, unterstreicht Pro Vélo, dass es noch Raum für Fortschritte gibt. Auβer Zweifel steht, dass die französische Schweiz neue Maßnahmen zur Förderung des Veloverkehrs in der Stadt ergreifen muss.